Khanakademie – Das erste freie Welt-Klassenzimmer mit über 2400 Lehrfilmen.

Quellen: Youtube, Khan Academy Channel

Im Jahr 2009 gewannen sie den „Microsoft Bildungspreis“. Im Jahr 2010 gingen sie beim „Google Projekt 10100 aus über 150.000 international eingereichten Ideen zur „Lösung globaler Herausforderungen“ via Internet als erster von fünf Gewinnern hervor. Schließlich wurden sie im April 2011  in der Ankündigung, der in Technologiekreisen renommierten, im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien abgehaltenden, akademischen „Technology, Entertainment and Design“,  kurz TED genannten Konferenz als „Wissensrevolution“ angekündigt. Vom Kurator des TED Programmpunktes, dem Mitbegründer Microsofts, Bill Gates, erfuhr das Publikum, dass sowohl seine Kinder als auch er selbst, sie mag und nutzt.  Die Rede ist von den, zu diesem Zeitpunkt eintausendachthundert via Internet abrufbaren Videolektionen Salman  Khans und seiner gleichnamigen Khanacademy (www.khanacademy.org) in Mathematik und anderen wissenschaftlichen Fächern, die im März 2011 bereits siebzigmillionenfach von Nutzern im Internet angewählt worden waren. Neben den Video bietet die Khanakademie eine Lehr- /Lernsoftware, die ihres Gleichen sucht. Schüler werden in ihr motiviert zu lernen, Lehrer sehen, welcher Schüler mit welcher Übung beschäftigt ist und welche Übungen er richtig und welche er falsch gelöst hat. Zielgerichtete Hilfe wird somit möglich. Ebenso individuelles Lernen, da jeder Schüler an unterschiedlichen Aufgaben arbeitet. Das Video zur Lehr- /Lernsoftware findet sich hier: Khanakademie-Lernsoftware.

University of the People – Die erste freie Onlineuniversität

Quelle: United Nations

Die University of the People (UoPeople) ist die weltweit erste gebührenfreie Online-Universität. Weitere Informationen finden sich hier: Bericht der United Nation zur  University of People.

One Laptop per Child

Quelle: One Laptop per Child

Die NonProfit-Organisation „One Laptop per Child“ hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern in Kriegs- und Entwicklungsländern, wie Ruanda, für Schulzwecke kostenlos und flächendeckend einen Laptop zur Verfügung zu stellen. Finanziert werden die vielseitig einsetzbaren LowCost-Rechner durch Spenden.

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Das deutsche Bildungssystem im Wandel der Zeit

Quelle: Bertelsmannstiftung – Forum Demographischer Wandel

Die Bertelsmannstiftung hat unter dem Titel „Forum Demographischer Wandel“ eine Bildungsanimation veröffentlicht, welche den deutschen demographischen Wandel von Humboldts Zeit an in die Gegenwart nachzeichnet und ihn mit den sich verändernden Anforderungen in der Bildungslandschaft in Zusammenhang setzt. Im Video wird klar, so wie das deutsche Bildungssystem vor 200 Jahren von Humboldt erdacht wurde, wird es den Anforderungen der heutigen Zeit nicht mehr gerecht.

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Sir Ken Robinson – Changing Education Paradigms

Quelle: RSA-Animate

Der britische Kreativitätsforscher Sir Ken Robinson spricht in seinem Vortrag „Changing Education Paradigms“ über die Entstehung und die Folgen eines industriell geprägten Bildungsbegriffs, in Folge dessen Kinder mit zunehmenden Alter die Fähigkeit zu kreativen Denken verlieren. Robinson plädiert für einen mit modernen Medien gestützten kooperativen Unterricht, in denen sich Schüler gegenseitig helfen, statt dafür bestraft zu werden, Inhalte von anderen abzuschreiben. Die englische Royal Society of Arts hat in Ihrer RSA-Animate-Video-Serie mit Hilfe der Agentur Cognitive Media Robinsons Ideen auf wunderbare Art und Weise festgehalten.

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UNESCO Weltbildungsbericht

Seit 2002 legt die UNESCO jährlich einen Weltbildungsbericht, den ‚Education for All Global Monitoring Report‚ vor. Aus dem Titel dieses Reports lässt sich bereits erkennen, dass sich der Inhalt an den Zielen der Weltbildungskonferenz 2000 in Dakar orientiert. Der Bericht gibt Auskunft darüber, wie weit die Unterzeichnerländer der Weltbildungskonferenz mit den in Dakar vereinbarten ‚Education for All‘ Selbstverflichtungszielen vorangekommen sind und ob sie diese erreichen können. Der aktuelle Weltbildungsbericht 2010 ist pessimistisch und urteilt, ‚dass jährlich 16 Milliarden US-Dollar fehlen, um das Ziel „Bildung für alle“ im Jahr 2015 zu erreichen‘. (Quelle: http://www.unesco.de/efareport.html?&L=0 (Stand: 23.Mai 2010).

Doch zurück zur Analphabetenfrage. Wieviele gibt es weltweit und wer ist hiervon betroffen? Der erste Weltbildungsbericht 2002 schätzt hierzu:

‚In absolute numbers, the gains appear even more modest. In 1980 the world numbered approximately 870 million illiterates. This number grew to 880 million in 1990, as the reduction of illiteracy did not keep pace with population growth. Around 2000 it was down to roughly 860 million ‚ (Quelle: http://unesdoc.unesco.org/images/0012/001290/129053e.pdf, S. 61 (Stand 23.Mai 2010))

Der aktuelle Weltbildungsbericht 2010 schätzt die weltweite Analphabetenrate unter Erwachsenen auf  759 Millionen Erwachsene. Das heißt, dass etwa 16% der erwachsenen Weltbevölkerung als ‚Illiteraten‘ bzw. Analphabeten gelten.Zu der Geschlechterverteilung sagt die deutsche Kurzfassung des Berichts ‚Etwa zwei Drittel der erwachsenen Analphabeten sind Frauen‘.  Trotz der gesunkenden Analphabetenzahlen seit 1990 von 880 Millionen auf 2010 759 Millionen bleibt das Problem des Analphabetismus also weltweit akut und es sind vor allem Frauen von hiervon betroffen.

Im nächsten Blogbeitrag soll die Frage geklärt werden, ob auch in Deutschland Analphabeten leben und was hiergegen getan wird.

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‘Bildung für alle’ Ziele des Dakarer Weltbildungsforums 2000

Im Jahr 2000 haben sich im Weltbildungsforum von Dakar 164 Länder verpflichtet sechs ‚Education for All-Ziele‘ bis 2015 zu erreichen. Zu den sechs ‚Bildung für alle-Zielen‘ gehören:

    1. „Ausweitung und Verbesserung der frühkindlichen Betreuung und Erziehung, insbesondere für gefährdete und benachteiligte Kleinkinder
    2. Einführung der kostenfreien Grundschulpflicht bis 2015 für alle Kinder, Jungen und Mädchen
    3. Absicherung der Lernbedürfnisse von Jugendlichen durch Zugang zu Lernangeboten und Training von Basisqualifikationen („life skills“)
    4. Reduzierung der Analphabetenrate bei Erwachsenen um die Hälfte bis zum Jahr 2015 sowie Sicherung eines angemessenen Grundbildungsniveaus
    5. Ausgleich der Geschlechterdisparitäten im Bildungswesen insgesamt bis 2015
    6. Bekräftigung von Qualität als Priorität bei allen Bildungsanstrengungen, um zu nachweisbaren Lernergebnissen sowohl im Bereich der Basisqualifikationen („life skills“) als auch im Lesen, Schreiben und Rechnen zu kommen“*(Quelle: http://www.unesco.ch/die-unesco/bildungprogramm/bildung-fuer-alle.html (Stand 23.Mai 2010))

In Punkt 4 wird von einem – für diesen Blog äußerst wichtigem – Ziel gesprochen, der Reduzierung der weltweiten Analphabetenquote bis 2015 um die Hälfte. Doch wie viele Analphabeten gibt es eigentlich und wer  ist hiervon betroffen? Hierüber soll der nächste Blogeintrag Auskunft geben.

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Millenniumsziele der Vereinten Nationen

Im Jahr 2000 haben sich die Mitgliedsländer der Vereinten Nationen darauf geeinigt bis 2015 acht sogenannte Millenniumsziele umzusetzen:

  1. Beseitigung der extremen Armut und des Hungers
  2. Grundschulbildung für alle
  3. Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und Ermächtigung der Frau
  4. Senkung der Kindersterblichkeit
  5. Verbesserung der Gesundheit von Müttern
  6. Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und anderen Krankheiten
  7. Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit
  8. Aufbau einer weltweiten Partnerschaft für Entwicklung

Im Rahmen dieses Blogs sollen sollen die Ziele 2 ‚Grundschulbildung für alle‘ und 3 ‚Förderung der Gleichstellung der Geschlechter und Ermächtigung der Frau‘ in den nächsten Beiträgen näher behandelt werden.

Eine deutsche Kurzfassung der Millenniumsziele finden Sie hier.

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